Was ist eine Riechstörung?
Wie das Riechorgan genau funktioniert, können Sie auf www.kno.nl nachlesen. Es gibt verschiedene Arten von Riechstörungen, etwa eine verminderte, veränderte oder verstärkte Wahrnehmung von Gerüchen, oder ein völliges Fehlen des Geruchssinns. Es gibt zudem zahlreiche weitere Varianten von Riechstörungen.
Bei einem normalen Geruchssinn sprechen wir von Normosmie; der allgemeine Begriff für einen gestörten Geruchssinn ist Dysosmie. Ist der Geruchssinn altersbedingt vermindert, nennen wir das Presbyosmie.
Einteilung nach Ursache
Wir sprechen von einer konduktiven Riechstörung, wenn eine Verstopfung (eines Teils) der Nase dazu führt, dass Duftstoffe das Riechorgan nicht erreichen können; auch respiratorische Störung genannt. Ist das Riechorgan oder das Nervensystem des Geruchssinns selbst betroffen, sprechen wir von einer perzeptiven Riechstörung.
Ursachen und Diagnose
Eine Riechstörung kann viele verschiedene Ursachen haben. Um die Beschwerde gut behandeln zu können, ist es wichtig, die Ursache zu ermitteln.
Mögliche Ursachen
Meist wird eine Riechstörung durch eine virale Infektion der oberen Atemwege verursacht; der Geruchssinn kehrt dann meist von selbst zurück. Auch eine Operation an den Nebenhöhlen, bestimmte Medikamente, Rauchen oder ein Schlag auf den Kopf können den Geruchssinn beeinträchtigen. Riechstörungen treten auch häufig bei verstopfter Nase auf, zum Beispiel durch Nasenpolypen, chronische Sinusitis oder eine verkrümmte Nasenscheidewand, sowie bei Erkrankungen wie Parkinson und Alzheimer, wo sie oft ein frühes Symptom sind. In etwa 20% der Fälle wird keine eindeutige Ursache gefunden.
Anamnese
Riechverlust ist eine ernstzunehmende Beschwerde, die eine gute Analyse von Schweregrad und Art verdient. Bei anhaltendem Riechverlust überweist der Hausarzt Sie meist an den HNO-Arzt. Wir fragen dabei genau nach, wann und wie die Beschwerden entstanden sind: ist etwas vorausgegangen, wie eine Atemweginfektion, Operation oder Medikamenteneinnahme; wie schnell entstand es; ist der Geruchssinn vollständig oder teilweise verschwunden; gibt es Begleitbeschwerden wie eine verstopfte Nase; und kommen Riechstörungen in der Familie vor?
HNO-Untersuchung
Neben der Befragung führen wir eine gründliche HNO-Untersuchung durch. Mit einem Nasenendoskop betrachten wir das Innere der Nase: ist der Aufbau abweichend, gibt es Nasenpolypen, oder gibt es Hinweise auf chronische Sinusitis? Wir achten besonders darauf, ob der Zugang zum Riechepithel, hoch in der Nase, frei ist. Auch die Mundhöhle wird untersucht, da Infektionen dort unangenehme Riechempfindungen verursachen können.
Weiterführende Untersuchung
Ein CT der Nebenhöhlen, ein MRT des Gehirns oder eine Blutuntersuchung führen wir nur durch, wenn nötig. Um das Ausmaß des Riechverlusts zu objektivieren, verwenden wir Riechtests: Identifikationstests (Sie erkennen Testgerüche, zum Beispiel mit dem Sniffin'-Sticks-Test), Schwellenwerttests (die minimal wahrnehmbare Konzentration eines Duftstoffs) und Diskriminationstests (können Sie verschiedene Duftstoffe unterscheiden).
Ursache behandeln, Beschwerden lindern
Die Behandlungsmöglichkeiten hängen von der Art der Riechstörung ab.
Konduktive Riechstörung
Wird die Riechstörung durch eine verstopfte Nase verursacht, zum Beispiel durch Nasenpolypen oder chronische Sinusitis, verbessert sich der Geruchssinn oft nach einer Behandlung mit Medikamenten oder einer Operation. Dieser Effekt ist nicht immer dauerhaft: Bei einem Teil der Patienten tritt innerhalb eines Jahres wieder ein Rückfall auf.
Perzeptive Riechstörung
Für eine perzeptive Riechstörung gibt es bislang keine wirksame Behandlung. Nach einer Atemweginfektion (postvirale Anosmie) tritt oft eine spontane Erholung ein, meist innerhalb von 3 bis 6 Monaten nach den ersten ungewöhnlichen Riechempfindungen. Nach einem Schädeltrauma ist der Riechverlust meist dauerhaft.
Umgang mit Riechverlust
Ist keine Behandlung möglich, hilft es, Ihre Ernährung anzupassen: würzigere und kräftigere Speisen mit Aufmerksamkeit für süß, sauer, salzig und bitter, sowie warme, geschmackvolle Gerichte statt gekochtem Gemüse. Verwenden Sie nicht zu viel Salz und Zucker. Installieren Sie zur Sicherheit Rauch- und Gasmelder im Haus.
Ihr Behandlungsverlauf
Ein fester HNO-Arzt während Ihres gesamten Behandlungsverlaufs
Sie werden persönlich begleitet, vom ersten Termin bis zur Behandlung.
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Häufig gestellte Fragen
Bemerken Sie, dass Ihr Geruchssinn nachlässt?
Für einen Termin bei De KNO Praktijk Nijmegen benötigen Sie eine Überweisung Ihres Hausarztes. Besprechen Sie Ihre Beschwerden mit Ihrem Hausarzt; dieser beurteilt, ob eine Überweisung nötig ist. Mit der Überweisung nehmen Sie Kontakt mit uns auf und wir vereinbaren einen Termin.
